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Architektur der pressburger Evangelischen


In meinem Referat möchte ich zeigen, mit welchen Gebäuden die evangelischen Bürger zur Ausstattung der Bratislava beitrugen.
Zuerst muss ich mit einem kurzen Exkurs in die Geschichte anfangen. Die Geschichte war determinierend nicht nur für das geselshaftliche Geschehen, sondern erlaubte auch oder rasant beschränkte die architektonische Schöpfung.
Bei dem 400 - jährigen Jubiläum der Entstehung der Gemeinde in Bratislava Pressburg wollen wir vor allem die sakrale Architektur zu vorstellen, also 7 Kirchen, aber auch weitere Bauten - die Schulgebäuden, das Krankenhaus, auch Wohnhäuser, mit denen die Evangelischen zur repräsentativen Ausdruck ihrer Stadt beitrugen.

Am Anfang ist interessant, dass die Wandlung vom Mittelalter bis zum Neualter war von mehreren Ereignissen bestimmt, die haben im Jahre 1500 - also in der Mitte des Jahrtausendes in einem synergischem Effekt - das Denken umgewandelt, den Vorschritt gebracht und die haben den Humanismus und den Rationalismus im Denken des Menschen des Neualters hervorgebracht.

Nur mit einigen Ereignissen möchte ich das illustrieren:
- die Entdeckung der Amerika im Jahre 1492, und vorher die Entdeckung des Guttenbergs Buchdruck - also eine riesige Verbreitung des Wissens
- für die Entwicklung der Architektur die radikale Entscheidung des Papst Julius II: die tausendjährige Petruskirche in Rom im J.1502 niederzureißen und an der Stelle eine neue Kirche zu bauen. Der Bau der neuen Kirche worde den allerbesten Architekten und Künstler anvertraut, damit entstand eine Kirche der Kirchen - und das erforderte eine ungeheuere Menge von Finacien. Diese Kirche wurde schon in einem neuen Stil gebaut - in Renesanc.
- Zu diesem neuen Denken gehört die kritische Ansicht Dr. Martin Luthers auf die Situation im damaligen Christentum.
- Die katholische Kirche war auf einer Seite ohne Diskussion mit der Zerstörung des tausendjährigen Denkmals des westlichen Christentums - das Werk von Konstantin - zufrieden, und hat intensiv mit Geldsammeln für den Neubau begonnen. Auf anderer Seite das Reformationsdenken und Kritik der Kirche führte zu Feindschaft und ihre Inkvisition likvidierte nicht nur Bücher, sondern auch anders denkende Leute.
- In die Mitteleuropa näherten sich die Türken durch den Balkan, die - nach dem Sieg bei Mohacs - besetzten 2/3 des Ungarischen Königreiches und sind 160 Jahre hier geblieben.
Die Reformation kam zu uns fast gleich nach Luthers Auftritt nach dem Jahre 1517.
Eine große Rolle für Verbreitung der Reformation auf dem Gebiet, das nicht von Türken besetzt war, spielte die deutsche Minderheit. Die Deutschen waren von Karol Robert nach der tatarischen Plünderung in leeren Gebieten, in Lokalitäten mit Metallgruben eingeladen waren. Die Kontakte mit der Reformation wurden mit der Ausbildung junger Adeligen an deutschen Universitäten vertieft.
Also, auf dem habsburgischen Gebiet - auf dem Gebiet der heutiger Slowakei verbreitete sich die Lutherische Reformation, auf dem von Türken besetzten Gebiet, heutigen Ungaren verbreitete sich die Kalvinische Reformation.
Die Reformation war gleich am Anfang in ganz Europa sehr erfolgreich, die Reformation nahmen ganze Gemeinden mit ihren Kirchen an. Darum war es nötig nur wenige Neukirchen zu bauen.
Nach der Besetzung Budapest übernahm Pressburg alle Verpflichtungen und Ehrenfunktionen der Hauptstadt Ungarns. Pressburg ist auch Krönunkstadt geworden. Auch für die Reformation waren da andere Bedingungen als anderswo.
Zuerst existierte hier eine seltsame Situation mit dem Name Kompromisskatholicismus Das war möglich nur Dank des friedlichen Königs Maximilian II., /1564-76/, den ersten in Pressburg gekrönten König, der in der katholischen Mitteleuropa über sich sagte, dass er "weder Papist, noch Evangelischer, sondern Christ ist."
Aber schon von Tridentenkonzil /1545-63/ dauerte Druck der Katholiken gegen die Protestanten und der neue Orden - Jesuiten, in die Monarchie eingeladene, verstärkten wesentlich den Druck.
Rudolf II., der ältere Sohn des Maximilians, in Spanien ausgebildet, war nicht mehr so friedlich zu den Protestanten. Schon währen seiner Regierung am Ende des 16.Jh. können wir die Kämpfe gegen Nichtkatholiken datieren.
Mit Rudolf II. beginnt das 17. Jh. - das Jahrhundert der konfessionellen Aufständen und Kämpfe.
Im Jahre 1604 auf Befehl des Kapitäns Jakob Barbiena Belgiojosos wurde der Dom in Košice den Protestanten abgenommen, wie auch das Eigentum des protestantischen Palatin - den Stellvertreter des Königs - Stefan Illeshazy. Diese Ereignisse haben den Aufstand von Stefan Bocskay im Jahre 1604 aufgerufen.

Das war die Ursache, warum die evangelische Gemeinde nur nach dem Wiener Frieden - also nach dem 23.Juni 1606 entstehen konnte. Mit der Unterschrift des Wiener Frieden nach Ende des Bocskayaufstandes - waren Glaubensfreiheiten auch für Protestanten gesichert. Obzwar in Pezinok und Raèa schon die Gemeinden gegründet wurden, wo auch die Pressburger Evangelischen die Gottesdienste besuchten, hier war die Situation anders. Pressburg war die Hauptstadt des Ungarischen Königreiches.
Darum war die Gemeinde ein bisschen zu spät gegründet, wenn schon alle drei Glaubensbekenntnisse geschrieben wurden, wenn schon die Reformation auf dem slowakischen Gebiet eine Selbstverständlichkeit war. Noch mehr, mit der Ankunft des neuen Jesuitenordens im Jahre 1562 ging die Gegenreformation an.

Die Gründung der Evangelischen Gemeinde in Pressburg

Den 8. Oktober 1606 konnte der erste deutsche Pfarrer Andreas Reuss den 1. Mal predigen. Später war Prediger Simeon Heuchelin. Zu drei deutschen Pfarrern kam im J-e 1612 auch der ungarisch-slowakische Pfarrer Mauritius.
In dieser Zeit fanden die Gottesdienste in Armprusterhaus auf Hauptplatz neben Rathaus statt. Der großen Menge von Gläubigen, der Mehrheit von Bewohner der Stadt, konnte das Haus überhaupt nicht genügen. Nach Rudolf II. /+1612/ und Mathäus II. /1619/ wurde der ungarische König Ferdinand II. /+1737/ gekrönt. Als nach Palatin Juraj Thurzo, starken Protestanten /+1616/ wurde Siegmund Forgács als Palatin gewählt, der zum Katholizismus übertritt, war die Tür der Gegenreformation geöffnet.
Weitere drei Aufstände führte Gabriel Bethlen, den ganz Ungarn - heutige Slowakei -unterstützte. Seine Kriegserfolge waren unglaublich groß. Seine Ankunft in Pressburg bedeutete, dass der Dom des heiligen Martin der protestantischen Mehrheit gegeben wurde. Die katholische Minderheit hatte noch zwei Kirchen. Nur zwei Jahre dauerte die Möglichkeit die Gottesdienste im Dom zu halten. Dann hatte die Gemeinde keine Kirche.
Der Kampf der Gegenreformation stärkte sich sehr rasch. Der Aufstand des böhmischen Adels endete im Jahre 1621 mit der Hinrechtung tschechischen Herrn und das war der Anfang des 30-jährigen Krieges.

Die ersten Kirchen

Die Sehnsucht nach einer eigenen Kirche endete nicht - die Mehrheit der Stadt war immer evangelisch und das Armprusterhaus konnte nicht mehr genügen. Und wenn auch der Stadtrat auch meistens evangelisch gewesen war, auf Grund der unterschriebenen Gleichberechtigung für Protestanten, im Jahre 1634 haben sie eine Bitte um Bau einer Kirche geschrieben.
Nach vielen Schwierigkeiten - endlich, am 31.März ist ein königliches Erlaubnis datiert, dass "die Luteranen dürfen eine Kirche bauen. Am Tag der Heiligen Dreifaltigkeit wurde der Grundstein gelegt. Auch die Sammlung für den Bau war großzügig.
Nach weiteren Schwierigkeiten - Palatin Pálfy hat den Bau sperren lassen, dann ist König Ferdinand gestorben und nach 2 Monaten ist auch Erzbischof Pázmány gestorben. Inzwischen ist der Neubau rasch weitergegangen, auch durch den Reichstag im September mit neuem König Ferdinand III.
Wenn die Kirche fertig war, erlaubte der Palatin nicht den Turm bauen, und die Fenster dürfen nicht die Kirchenfenster erinnern. Auch die Höhe der Kirche war ein Problem. Endlich war die Kirche in Ordnung, weil die Häuser rund herum höher waren.
Mit vielen Beschränkungen endlich war die erste Kirche bei uns in neuem Stil - in Renesanz gebaut.
Der einfache quadratische Grundriss ist in derselben Höhe überdeckt mit Kreuzgewölben auf 2 Reihen Säulen, mit Choren auf 3 Seiten, so dass auf den Gottesdiensten könnte große Menge Leute teilnehmen. Schon nicht mehr die gotische Höhe und meditative Dunkelheit des Raumes, aber breite Halle, gut beleuchtet durch 4 große Fenster der Hauptfassade und 2 Stock von 5 Fenster der Seiten Fassade. Dieses Motiv, 2 Stöcke im Innen wurde später charakteristisch für evangelische Kirchen.
Kenntnis der Bibel, Nachdruck auf Predigt, die Übersetzung der Bibel in Muttersprachen, die Sehnsucht das Evangelium zu beherrschen auch durch eigenes Studium, war das Programm der Reformation. Dieses Licht war notwendig.
Autor der Architektur der Kirche ist nicht bekannt. Aber der Zimmermann Urban Windisch, der im Oktober 1637 das Dach konstruiert hat, ist bekannt. Am 18. Dezember 1638 fand die Weihung der Kirche statt, die der preßburgischer Pfarrer Jozua Wegelin vollzog. Die Kirche bekam den Namen der Hl. Dreifaltigkeit.
In 40.J-n des 17.Jh. war die Zahl der Gemeinde um 15 000, jährlich waren cca 300 Trauungen und auf den Altar bei dem Heiligen Abendmahl waren 12 Kelche und 6 Kannen - alles die Gaben von Mitgliedern der Gemeinde. Ebenfalls auch der Orgel, der Altar und weiteres waren Gaben.
Die Freude war auch darin, dass die Kirchenmusik sehr berühmt war. Hier waren solche Organisten-Komponisten tätig wie Samuel Capricornus und Johann Kusser.
Auf diesem Grund war schon kein Platz für die slovakisch-ungarische Kirche. Diese hatten ihr Gebethaus im Haus in der Schöndorfer Gasse - heutige Obchodná ulica. Mit Mühe Andreas Segner, Pressburger Bürgermeister, eines Gebildeten Menschen, der aus Sant Georgien stammte, des Absolventen des Lyceums, in ungarischen Adel gehöht wurde, begann das Aufbau der zweiten Kirche.
Der Wiener Frieden, und später der Linzer Frieden versicherte die gleiche Rechte für beide Konfessionen. Er erlaubte die Schulen errichten und die Glöcken benützen und der energische Segner hat das auch benützt. Auch jetzt fehlten Finanzien nicht. Segner war eine führende Persönlichkeit der Pressburger Evangelischen. Seine Tätigkeit half dazu, dass die slovakisch - ungarische Kirche im Herbst 1658 gebaut und auch mit einem Turm versehen wurde.
Die Gläubigen waren bereit zum Spenden. Der Altar war die Gabe de Štefan Sibrik, drei Glocken waren Gaben einen unbekannten Bürgers, der ins Glockenmetal silberne Münzen warf, damit die Glocken silberne Stimme bekommen.
Während Weinachten 1658 über Pressburg klingten den ersten mal auch evangelische Glocken.
Auch sein Renesanzhaus in Michaelsgaße aus dem Jahre 1648 gehört zu den schönsten Denkmäler der Stadt.
Gleich nach dem Wiener Frieden, genau den 2. August 1606 entstand eine Schulkomission, die wollte ein Gymnasium organisieren, später aber bekam sie eine Genehmigung für Errichtung einer Partikularschule. Der erste Rektor wurde David Kilger, der mit einem Diakon am 2. December den Unterricht öffnete.
Gleich mit der deutchen Schule errichtete man auch eine ungarische Schule.

Das Gymnasium

Das Gebäude wurde hinter der Kirche, am Ende des Armprustergrundes gebaut. Dank der Pflichteifrigkeit und Opferwilligkeit des Andreas Segner
Es ist interessant, wie sorgfältig und umsichtig haben sie gebaut: neben Klassenräume war dort auch ein grosser Saal mit Podium für den Unterricht der Retorik und Theaterkunst, in dem wurde auch eine Komödie zur Ehre des Königs Leopold I. von Lehrer Rehlin aufgeführt. Die Gebäeude hatte auch Kabinette, Räume für Lehrer und ihre Wohnungen.
Das Gymnasiumsgebäude war am 30. November 1656 geweiht. Der Büregermeister Segner hat aus dieser Gelegenheit Gedenkmünzen drücken lassen mit Pferd aus Troja auf dem Averse. Dieses Datum hat sich das Lycealjugend noch am Anfang des 20. Jh. mit einem Fest erinnert. Dieses Jahr ist ein Jahr des 350 jähriges Jubiläum des ersten evangelischen Gymnasium in Bratislava.,
Die Schule hatte auch ihre Bibliothek. Nach der Abnehmung und Schliessung des Gymnasiums im J.1672 haben sich die wertesten Bücher die Jesuiten behalten.
Das Gymnasium ist ein einfaches, symmetrisch komponiertes Gebäude mit 7 Achsen. Zuerst war sie 2 stockig. Aber schon nach 10 Jahren, im J. 1665-66 war ein Hofflügel zugebaut und war um 1 Stock erhöht. Bis heute - als jesuitisches Aloisianum ist durch utilitäre Racionalität und mit ungewöhnich hohem Satteldach bewundert.
Als im Jahre 1658 junge Leopold I., als König gewählt wurde, - in Spanien erzogen - war die Ausrottung der Protestanten die grausamste Realität während seiner fast 50 jährigen Regierung. Er wollte aus seinem Reich Regnum Marianum aufbauen - und das ist ihm auch gelungen.
Zuerst war das glocken verboten. Die Evangelischen schrieben Bittgesuche, und beruften sich auf die gleichen Rechte und Freiheiten sind mit Vereibarungen gesichert, und auf die 8-jährige die Ausbildung von großer Kvalität am Gymnasium .
Obzwar der Friedenvertrag den Protestanten die gleichen Rechte sicherte, viele ungarische Magnaten und Adelige traten zum Katholizismus über.
Als Folge des großen gegenreformatorischen Drucks von Jesuiten wurde die Mehrheit in protestantische Minderheit verwandelt.
Auf dem Reichstag in Pressburg im J-e 1662 kämpfte nur die Minderheit der Evangelischen um die Glaubensfreiheit.
Im J-e 1663 erflammte wieder der Türkenkrieg und die Protestanten kämpften auf der Königsseite. Wie überrascht waren sie, als der König einen schmachvollen Frieden geschlossen hat. Trotz Niederlage bekamen Die Türken nicht nur große Gebiete sondern auch Geld. Die große Unzufriedenheit musste sich äußern. Unter der Führung von Graf Wesselényi ist eine Verschwörung ausgebrochen. Die Mitglieder waren bedeutende protestantische Persönlichkeiten - kroatischer Ban Mikulaš Zrínyi, Bürgermeister Franz Nádasdy, Graf Franz Frangepan, Stefan Thökölyi, Franz I., Rákóczy, aber auch der katholische Erzbischof Lippay. Die Folgen bedeuteten die schwerste Verfolgung der Protestanten in der Geschichte.
Nach Unterdrückung und Hinrichtung den Mitglieder der Verswörung im J-e 1671 sind schon die führende Familien Familien Nyáry, Batthányi, Zrínyi, Illesházy aus dem Kampf ausgezogen. Ihre Eigentümer wurden ihnen abgenommen.
Der größte Verfolger von Evangelischen war Erzbischof Juraj Szelepcsényi, Initiator von allen Komplikationen bei dem Bau der zweiten Kirche. Gleich am Anfang des Jahres 1672 bemühte er sich die Schlüssel beider Kirchen und Schulen abzunehmen und den Pfarrer vertreiben.

Das Abnehmen der Kirchen

Wie aus einem Filmszenario liest man die Nachrichten vom Frühling 1672 in Pressburg:
Erzbischof Szelepcsényi erforderte die Schlüssel von der Kirchen und Schule. Der mutige Bürgermeister Segner war schon nicht zwischen lebendigen, aber die Bürger stellten sich persönlich zur Bewehrung ihren Kirchen, die die Burgwache abnehmen sollte. Die Jugend, von Jesuiten ausgebildet und gehetzt, wollte die Schule stürmen, aber die Schule war von Frauen bewart. Das alles beobachtete Szelepcséni vom Fenster des Rathauses.
Der Zorn des Szelepcséni hatte zuerst keinen Erfolg. Also, er musste die Gebäude durch die Stärke besetzen. Das die Bürger nicht berührt worden, unter der Führung des Ofizier Nigrelli kamen 4 Regimente am Palmsontag Nachmittag, als alle Evangelischen sich am Gottesdienst befanden, entwaffneten sie die Wache am Michaelis und Laurintor und die Schlüssel waren ihnen abgenommen. Marschierten auf dem Hauptplatz und besetzten alle Stadttore.
Der 24. April war in Pressburg der Tag der Wahl des Stadtrates. Aber das Rathaus war besetzt und die Wahlen konnten sich nicht stattfinden.
Im Mai organisierte Szelepcséni ein außerordentliches Gericht in Trnava. Zu diesem gerufte er alle vier evangelische Pfarrer ein, mit ihnen auch den Senior Titius und alle bedeutungsvolle Bürger - zusammen cca 320 Leute. Am 3. Juni wurde das Urteil ausgesprochen, das mit Tod drohte, und mit dem Verlust Eigentums und Ehre.
Szelepcséni bemühte sich die evangelische Kirche so auszurotten, das er ihre Kirchen und Schulen abnimmt, die Pfarrer und Bürger zur Unterschreibung des Reverses zwingen wird.
In dieser Zeit zu 4 Regimenten kamen noch 2 Kompanien Infanterie. Trotz Allem, die Schlüssel von Kirchen und Schule hat er nicht freiwillig bekommen. Am 18.Juli früh - um 5. Uhr ohne gewöhnliche Befehle und Trommel, ganz still, versammelten sich die Nigrellis Soldaten auf dem Hauptplatz, vor dem Grünen Haus, vor dem Rathaus, die weitere besetzten die Gasse zur slovakisch-ungarischen Kirche auf dem Getreidemarkt. Und - als sie wieder keine Schlüssel bekamen, die Soldaten bekamen ein Befehl die Gymnasiumstür zerschmettern. Mit Gewalt traten ins Gymnasium ein, das mit der Kirche gebunden war. Dann besaßen sie die Kirche und Erzbischof Koloniè gab den Soldaten das Geld aus der Sparbuchse der Kirche.
Und dann mit Hammern und Hacken zerschlugen sie die Türen von beiden Kirchen. Der ganze Inventar war entzogen.
Die deutsche Kirche war den Jesuiten überreicht, um die sie schon lange bemühten.
Die zweite Kirche wurde den Ursulinenorden ausgehändigt.
Das Schicksaal der Pfarrer in Gefängnis in Trnava war immer noch unsicher. Die Pressburger verlangten am 31. Juli um Entlassung. Die Pfarrer zogen aus der Land aus. Das geschah am 4. August um 3 Uhr früh ohne Abschied, ohne Eigentum. Unter der Eskorte verließen sie das Land.
Das Gymnasium bekamen die Jesuiten.
Die Stadt war immer voll von Soldaten. Am 9. September vollzogen die Jesuiten die Einweihung der Kirchen, damit sie die Evangelischen nicht mehr zurückbekommen könnten. Der silberne Altar - Gabe von Graf Nadasdy, der silberne Taufbecken waren schon nicht mehr da. Die Kirche bekam den Namen hl. Margarete.
Als Symbol, wem die Kirche gehört, ist die Mariasäule gestellt.
Und so ist die Zeit der Dunkelheit angekommen.

Der Reichstag in Sopron

Im Jahre 1673 organisierte Szelepcséni die berühmte aber grausame Pressburger Gerichte. Aus dem ganzen Land hat er zuerst 30 und dann 300 protestantische Pfarrer und Lehrer eingerufen. Sie müssten ihren Amt verlassen und nicht mehr lernen oder predigen, 90 von ihnen hat aber den Revers nicht unterschrieben. Die sind im Gefängnis geblieben, eine Hälfte von ihnen wurde abgeschleppt und als Sklaven auf Galeeren verkauft.
Die Unzufriedenheit war unglaublich groß. König Leopold brauchte aber auch evangelische Kräfte in Kampf gegen Türken. Nach der Abnahme der Kirchen und Entlassung der Pfarrer ausliefern, musste der König einige friedliche Schritte für die Protestanten erlauben. Sie bedeuteten überhaupt nicht die Gleichberechtigung der Konfessionen gemäß dem Wienerfrieden.
Das Resultat von dem Reichstag 1681 war in einzigen Artikeln zusammengefasst. Für die Kirchen sind wichtige nur zwei - Artikel 25. und 26. In denen steht, das im jedem Kreiß - Gau und in königlicher Stadt dürfte man je 2 Kirchen bauen - zusammen ungefähr 50 Kirchen. Abgenommen wurden 888. Die Gemeinden kamen inzwischen um ihre Eigentümer, die reichen Adelige sind aus großer Angst zum Katholizismus übergetreten. Auch die Pfarrer als geistige Initiatoren waren schon weg. Es war schwer eine Kirche zu bauen. Arme Gemeinden könnten nur 38 Kirchen aufbauen, die später den Namen Artikulare Kirchen bekamen. Von ihnen ist nur 5 bis heute geblieben.
Noch einen Moment von den Bedingungen in Artikulen ist wichtig: die Kirchen müssten auf bestimmten Plätzen, während einer Saison - von Frühling bis Winter nur aus Holz gebaut werden. Das Holz als Baumaterial war für sie sehr demütigend, da es kein dauerndes Material war. In der Slowakei waren schon in Grossmoravien im 9.Jh. die Kirchen aus Stein oder Ziegel gebaut. Sie müssten steinige Kirchen abgeben aber bauen könnten sie nur aus Holz.
Noch etwas. In der selber Zeit sind neue Orden - vor allem Jesuiten, Barmherzige Brüder, u.a. als Meister der Gegenreformation gekommen. Die bauten stolze steinige Kirchen in neuem Barockstil nach Plänen von berühmtem Architekten vor allem aus Italien. Der Kontrast war sehr groß.
Unsere Holzkirchen sind von einfachen begabten Zimmermännern mit vielen gläubigen Helfern ohne jede Bauschulung gefertigt. Umso mehr können wir ihre Mut und Geist bewundern, mit dem sie die Kirchen nicht nur bauten, aber auch verzierten und bemalten.

Nach dem Reichstag in Sopron

Viele wiederholte Bitten, Memoranden, die auf vorige Privilegien und Freiheiten zeigten, bestreben sich um Wiederkehren abgenommener Kirchen. /Die genaue Zahl war 888/. Leopold und Jesuiten waren unberechenbar.
Als es noch nicht klar war, ob die Evangelischen dürfen in der Innenstadt wohnen, der Bürger Kögl bat sein Haus neben Laurinzertor für Gottesdienste an. Die Mitglieder der Gemeinde gaben den Mobiliar, jeder gab mit Freude das, was er konnte. Endlich, nach Jahren starker Verfolgung schon den 27. Juli 1681 könnte das erste Gottesdienst stattfinden. Gleich danach, also 29. Juli wurde ihnen jede evangelische Tätigkeit verboten: cit. " für den Frieden und Ruhe, damit die Bewohner keine Kämpfe wegen Kirchen...die gehören - von Jahre 1670 - einer anderer Kirche, die Pressburger Evangelischen können sich in der Vorstadt, von Seiner Hochheit genehmigt, die Kirche auf eigene Kosten aufbauen.

Nach dem Soproner Reichstag blieben keine Hoffnungen auf das Rückgebung der Kirchen. Die erste Versammlung der Gemeinde in Mai 1682 stellte diese Aufgaben:
- 1. Die Schule öffnen - und das war schon den 7.Juli 1682 in einem Wohnhaus,
- 2. Den Pfarrer anrufen. Da keiner den Revers unterschrieb, alle waren verbannt. Trotzdem am Ende Juli kam der Geistliche Bibelius.
- 3. Neue Kirchen aufbauen. Das war die schwerste Aufgabe. Die königliche Kommission bestimmte den Platz in der Vorstadt.

Artikulare Kirchen

Jetzt müssten die Pressburger beherrschen, dass sie die Kirchen nicht mehr zurückbekommen. Noch mehr: im Innen der Stadt dürfen keine Gottesdienste stattfinden, der Geistliche darf weder die Kranken besuchen, noch das Heilige Abendmahl den Sterbenden geben, noch taufen, noch beisetzen. Und am Sonntag den 27. September 1682 war zuletzt das Gottesdienst im Kögelhaus erlaubt.
Am Montag fand das Morgengebet schon unter dem nackten Himmel auf dem evangelischen Michaelsfriedhof neben Michaelstor statt. An seiner Stelle steht heute die katholische Kirche der Hl. Dreifaltigkeit. Auf dem Friedhof fanden täglich die Gottesdienste bei jedem Wetter statt. Also, die Kirche müsste man schnell aufbauen, der Herbst und das regnerische Wetter näherten sich rasch. Auf dem bestimmenden Platz auf der damaligen Nonnengasse begann man mit dem Bau der Kirche.
Mit Eifer, auch mit wenig Geld baute man wie möglich: drei Straßenseiten waren aus Stein und Ziegel, der Zubau zu heutigem Pfarrhaus war das Fachwerk mit Ziegel. Dicke hölzerne Säulen haben das hölzerne Gewölbe getragen. Auf ihnen lagen auch die Emporen - Chöre auf drei Seiten mit einer kleinen Orgel aus dem Kögelhaus und das Dach, der war als 4 Dach konstruiert - das die Höhe des Daches dürfte nicht die Umgebung übersteigen. Die Kirche war ungefähr 3-mal so groß wie die heutige Kleine Kirche und seine Kapazität war cca 1200 Leute. Aber - die Gemeinde zählte mindestens 3000 Mitglieder, dazu noch die Leute aus Vorstädten - von Anfang an war sie klein.
Am ersten Adventsonntag, am ersten Gottesdienst in der Kirche stand schon auch die Kanzel. Obzwar die Kirche rein utilitärer Bau war, ohne jede architektonische Kvalitäten aufgebaut, in seinem bescheidenen engen Raum predigte Matej Bell - Magnum Decus Hungariae, auch Jan Ribinyi, und andere bedeutende Geistliche.
Eben so auch die slovakisch-ungarische Gemeinde erbaute sich ein Gebethaus gleich neben der deutscher Kirche, die war ein Teil des Pfarrhauses -
heute in Erdgeschoss des Hauses Panenská 28.

Die Schule

Nach dem Abnehmen des Gymnasiums fehlte die Schule der Gemeinde sehr - die Jugend und ihre Ausbildung war immer wichtig. Darum schon am 7.Juli 1682 nach dem Sopronreichstag in einem Miethaus in der Hummelgasse öffneten sie eine Schule, aber gleich wurde sie von der Kommission des Grafes Mikulaš Draškoviè verboten, wie auch Gottesdienste. Auf der Nonnengasse und Konventgasse - früher Friedhofgasse - standen schon einige Häuser, weil die Schwierigkeiten und Unrechte haben schon die Evangelischer aus der Stadt hinausgejagt. Ein Haus an der Stelle des heutigen Lyceums für die Schule schenkte die Gräfin K. S. Eibeswald - Starhemberg schon den 1. Dezember 1682. Die Gemeinde kaufte später auch weitere Häuser fúr die Schule.
Im Jahre 1713 kam der schwarze Tod - die Pest. In der ganzen Monarchie starben ungeheuer fiele Leute. Das Lyceum wurde geschlossen.
Damit dem Lyceum das vorige Niveau und Ruhm zurückkehrt, wurde im Jahre 1714, Matej Bel aus B. Bystrica als Rektor eingeladen. Und ihm hat das Alles gelungen. Gleich am Anfang seiner Existenz hatte die Schule auch Alumneum für arme Studenten. Bel kümmerte sich um 20, später könnte 60 - 8O Studenten in Alumneum das Essen bekommen.

Die Vortoleranzkirchen

Die dritte zwei Kirchen erbauten die Evangelischen danach, als - unter dem aufklärischen Einfluss des Josefs II. - die Königin Maria Teresia die Bitten der pressburgishen Gemeinde für den Bau neuer Kirche erfüllte. Nach 100 Jahre war die artikulare Holzkirche nicht nur in schlechtem Zustand, sondern auch war sie zu klein für cca 5000 Gläubige, und man könnte sie nicht vergrößern. Die Genehmigung kam am 24.Mai 1774 mit der Bemerkung, das die Kirche nicht repräsentativ sein darf. Die deutsche Gemeinde vertraute den Bau an Mathäus Walch, dass er im Garten des Pfarrers Ribinyi eine Kirche für 2000 Gläubige aufbauen soll. Der Konzept der neuen Kirche sollte auf die Architektur abgenommener Kirche auf dem Hauptplatz neben dem Rathaus anknüpfen. Mit den ersten Plänen von M. Walch einer Kirche mit einem Chor und Kreuzgewölben, die auf dem Konvent vorgelegt waren, war die Gemeinde nicht zufrieden. Dann entwarf Walch einen fast zentralen Raum mit Kanzelaltar und zweistöckigen Chor. Die Höhe des monumentalen Gewölbes über den Mittelschiff steigt zum Mittelfeld und wieder sinkt. Damit ist ein Raum außerordentlicher Qualitäten entstanden. Die Messen von Gewölben und der Mut des Meisters können wir unter dem größten Dach in Pressburg am besten verstehen. Die dritte monumentale Orgel hat die Firma Rieger aus Krnov gebaut nach einem Vorschlag des damaligen Organisten G. Rhodes. Architektonisch hat eine der besten und größten Orgel in der Slowakei Architekt Christian Ludwig geplant.
Den Grundstein war schon am 26. Juni 1774 gelegt. M. Walch arbeitete schnell.
Die Fläche des Gartens hinter den Häusern bestimmte auch den Grundriss der Kirche: die Eintritte sind in der Mitte der längerer Seite und breite Treppen führen zum 2 stockigen Chor. Die Kirche war nach Bedingungen von Hofburg gebaut - ohne Verzierung, im rationellen, klassizistischen Stil mit Spuren von schon endeten Barockstil. Symmetrie, Großzügigkeit von Formen und die Einfachheit bietet ein helles Raum von Kvalität, Akustick in Skala von weiss, hellem Ocker und hellgrau, die sind charakteristisch für evangelische Rationalitat. Wenn wir die Kirchen auf dem Hauptplatz und die von Walch aufmerksam beobachten, können wir sehen, dass beide haben 4 Achsen der Hauptfassaden und 5 Achsen an Nebenfassaden. Im Innen steht der mit Kanzel verbundene Altar.
Das Gebethaus der ungarisch - slowakischen Gemeinde genügte auch nicht. Die Bitte zur Königin war auch positiv gelöst - der Bau der heutigen Kleinkirche war erlaubt mit der Bedingung, das die vorige deutsche Kirche zerstört wird.
Auf der Stelle der deutschen Kirche nach Plänen von M. Walch und unter der Führung von F. Römisch wurde im Jahre 1776 die ungarisch - slowakische Kirche gebaut.

Das I. Lyzeum

Nach 100 jähriger Existenz des Lyceums in einem Wohnhaus un nach dem Bau beider Kirchen war eine neue Schulgebäude notwendig zu bauen. Auf Grund des Toleranzpatentes Josefs II. bekam die Gemeinde Erlaubnis das Lyzeum zu bauen. Und schnell ist die Geldsammlung angefangen. Die Gemeinde lies gleich das Gebäude in der Konventgasse zerstören und nach Plänen von M. Walch begann man mit dem Bau der neuen Schule. Walch hat den Grund des vorigen Gebäudes ausgenützt, die Keller sind geblieben und auf einem gebrochenen Grundriss schöpfte er ein symmetrisches Schulgebäude mit großen Schulräumen. Auf die Axe de Symetrie, über Mashauseingang und Durchgang zur Kirche baute er einen Konferenzsaal für Professoren des Lyzeums. Über die Fähigkeiten des Walchs, aber auch über die Verantwortlichkeit der Kommission, die beobachtete das Bau sagt auch der Fakt, dass der Bau war schon nach nicht ganzen 5 Monaten, am 22. Oktober 1783 fertig. In diesem Gebäude wurde mehr als 70 Jahre die die evangelische Intelligenz aller Nationen ausgebildet, hier studierten die größten slowakischen Persönlichkeiten wie J. Kollár, ¼. Štúr und seine Studenten, aber auch der ungarishe Revolutionär L. Kosuth.

Das II. Lyzeum

In der Mitte des 19. Jh. kann das Gebäude schon nicht mehr genügen. Die Gemeinde entschied den Bau eines größeren Gebäudes für das Lyzeum zu bauen, das auch auf die neuen Aufgaben der Zeit antworten könnte. Den Grund wurde zum Teil gekauft, und zum Teil eine Fläche von altem Friedhof an der Ecke der Konvent und Lyzeumgasse benützt. Diesesmal war Autor von Plänen einer Neorenesancarchitektur Gottfierd Bendl und die Bauzeit dauerte von August 1854 bis September 1855. Die Sammlung konnte den Ausgaben nicht reichen, darum findet der Pfarrer Stromsky eine Hilfe in Gustav-Adolf-Bund in Schweden, der auch weitere Unterstützung versprach.

Das III. Lyzeum - das Gymnasium

Die Bedeutung und Ausbildungerfolge des presburgischen Lyzeum verbreiteten sich sehr.
Auf niedrigeren Niveau war auch eine Volksschule errichtet.
Jetzt erinnere ich nur an Plätze die mit Schulen verbunden sind: ein Haus auf dem Franziskanerplatz, ein Haus auf der Nonnengasse - im Kirchengarten war eine Mädchenschule, auf der Palisadenstrasse - heutige Schule, dann neben Blumentalkirche - die ist wegggerissen wegen des neuen Rundfunkgebäudes.
Vielleicht zu den schönen Gebäuden gehört die Knabenschule aus dem Jahre 1882 auf der Konventgasse 11, neben des Lyzeumsgebäudes II. Das ist ein Werk eines rationellen Baumeister Kittler und seiner berühmten Firma.
Die symmetrische Fassade ist mit Porträts Luther und Melanchton geschmückt.

Die Ambitionen je mehr junge Leute in Lyzeum zu ausbilden bewiesen, das das damalige Gebäude war schon wieder zu klein. Das Milenium war eine Gelegenheit, die man ausnützen konnte. Die Gemeinde schickte die Vertreter der Gemeinde zum Ministerium des Kultus und Ausbildung für Aufbau neuer Gebäude. Die Besichtigung des existierenden Gebäudes zeigte - das Gebäude sollte man vergrößern. Aber auf dem Grund war es unmöglich. Gute Bedingungen waren nur für einen Neubau - die Gemeinde disponierte mit großem Grundstück auf Palisaden. Und - wenn es gelingt ein Gebäude zur Ehre des kommenden Millenium aufbauen, der Staat wird den Bau auch finanziell unterstützen. Also - die Gemeinde vertraute diese Aufgabe an Architekten Ignatz Alpar, an Ingenieur des Ministerium des Kultus uns Ausbildung. Er hat die Aufgabe ausgezeichnet erfüllt. Das Schulgebäude war in Jahre 1896, in Milleniumjahr beendet und genau den 20. September.
Das dritte Lyzeum hat Autor nach neuesten Ansichten auf Kvalität der Ausbildung geplant. Zu den 10 Lehreräumen hat er auch Kabinette für naturwissenschaftliche Fächer, numismatische Sammlung, Bibliothek, Thurnennraum, Räume für Lehrer und Direktor, wie auch die Wohnungen für zwei Schuldiener geplant. Das Schulgebäude charakterisiert ein ernster symmetrisches Konzept mit zentralem, repräsentativem Treppenhaus, das machte aus den Gebäuden einen Palast. Die Fassade, inspiriert vor allem von dem Renesanzstil, hat ein dominierendes Portal an der Ecke.
Die Sprache der Symbole charakterisiert den Sinn des Gebäudes - mit einem Relief des Matej Bel spricht auch von der konfessionellen Gehörigkeit.
Alpar hat mit diesem Gebäude die Kenntnisse der Ausbildung erhöht und die Gemeinde hat für das Lyzeum ein ausgezeichnetes Milieu vorbereitet.

Weitere schulen

Die Gemeinde errichtete auch ein Alumneum für gemeinsames Mittagessen für Studenten schon am Anfang. Später, im Jahre 1750 lies der Berater Jesenak ein Konvikt - Internat für nichtpressburgische Sudenten erbauen, den er auch weiter unterstützte.
Das neue Lyzeum konnte noch mehrere Studenten unterrichten. Gesetzlich zeigte sich der Not an Internatplätze. Darum schon den 7.Mai 1900 hat man mit dem Bau 4-stöckigen Internates auf Tolstoigasse begonnen, der bis September des nächsten Jahres beendet war. Die 120 Studenten könnten in der Nähe der Schule wohnen. Der weitere Stock aus der Zeit nach dem 2. Weltkrieg hat die eklektische Monumentalität mit Tympanonen und Attika likvidiert.

In rationeller Kunstansicht erbaute Ferdinand Kittler auch das Wohngebäude des Evangelischen Konvents. Hier hat er den ersten mal in Pressburg zwei Strassen durch einer kreisförmigen Passage zusammengebunden und Die Stadt hat ein merkenswerthes Gebäude mit der eleganten plastischen Neorenesanz bekommen.

Das Diakonissenheim - das evangelische Krankenhaus

Die Kirche hatte immer in Augen die Liebe zu Kindern. Sie kümmerte sich um Waise, wir können dass beweisen durch Sammlungen und Testamente von bedeutenden Mitglieder der Kirche. Schon ab Jahre 1695 ist eine Gründung für ihre Unterstützung entstanden, energischere war die Tätigkeit von M. Bel. Von Jahre 1794 könnten sie in Jesenakhaus an der Ecke Nonnen und Lyzeumsgasse wohnen. Frau Jelenffy gab auf diese Zwecke auch ein Haus gegenüber der Franziskanerkirche.
Nach dem Jahre 1672 war für die Evangelischen das Stadtspital fast unzugänglich - obzwar die Mehrheit von Ärzten evangelisch war. Auch den Priestern war ein Besuch der Kranken streng verboten. Die neue gegenreformatorische Orden - die Barmherzige Brüder und Orden der Hl. Elisabet bauten Krankenhäuser auf, in denen aber noch nach dem Toleranzpatent waren die Verbote streng eingehalten. Es war notwendig ein eigenes Krankenhaus zu bauen.
Für diesen Zweck errichtete man sie im Jahre 1802 ein Krankenhaus im Hintertrakt des Konventgebäudes auf der Nonnengasse, das war schon in Jahren 1810 -11 verbreitet. Das Wohnhaus genügte nicht mehr, von Jahre 1827 übersiedelte das neue Krankenhaus ins Haus in Palisady.
Der Gedanke über ein neues Krankenhaus bekam ganz neue Qualität, als am 21. 7. 1840 ein reicher Kaufmann Ondrej Samuel Rojko errichtete mit seinem Testament die Stiftung für Aufbau eines neuen Krankenhauses. So ist eine reale Gründung für die neue Gebäude entstanden
Hier begann der Diakonissendienst, das verbreitete sich in gütige Krankenpflege und für Kinder ohne Eltern. Dort meldeten sich solche Mädchen, für welche dieser Dienst einen Sinn des Lebens wurde. Das Waisenheim wurde mit dem Diakonissen Mütterhaus aufgebaut.
Diese neue Bedingungen müsste das neue Gebäude für das Krankenhaus und Diakonissenheim erfüllen. Vom Anfang des 20. Jahrhundert lief die Diskussionen über die Höhe von Finanzien durch und im Jubiläumsjahr wollte man den Grundstein legen. In dieser Zeit, schon von Jahre 1905 im Diakonissenheim arbeiteten 44 Schwestern, die betreuen 184 Kranke, 157 Kinder und zu Hause 87, um welche sie auch durch die Nacht kümmerten, und sie besuchten auch arme Leute. Die Zahlen sind unglaublich groß. Diese Bilanz zeigte, dass der Bau des Diakonissenmütterhauses zeigte sich als eine Pflicht der Gemeinde.
Die finanziellen Möglichkeiten waren in Jahren 1912 -14 positiv. Autor von Projekten war der Wiener Architekt Julius Schmidt. Neben evangelischen Friedhof, auf Palisaden erbaute er ein Gebäude mit modernen, großzugigen Formen. Auf einem U - Grundriss formierte er ein Gebäude für geteilte Funktionen: in die Bradlanská Gasse orientierte er das Diakonissenheim mit einer Kapelle im 2. Stock, das Krankenhaus in das Hauptgebäude auf den Palisadengasse und in die heutige Partizánska stellte er ein Heim für Waisen. Den modernen Ausdruck hat Architekt Schmidt nicht nur durch monumentale Formen, von romanischen Stil inspiriert bekommen, sonder auch durch die Form von Treppenhaus, das rote Fasadenziegel in Kombination mit steinigen Details.
Die Qualität des Krankenhauses wurde bald sehr berühmt, darum schon im Jahre 1939 war es um ein Stock erhöht nach Plänen von Architekten Christian Ludwig. Ch.Ludwig ist auch Autor des architektonischen Konzepts der Orgel in der Gr. Kirche.


Der evangelische Friedhof

Der evangelische Friedhof auf dem Ziegentor ist der dritte evangelische Friedhof der Altstadt. Der erste war der Michaelsfriedhof, der zweite war auf der Parzelle zwischen der Konvent und Lyzeumsgasse - wo Rektor Matej Bel und andere evangelische Persönlichkeiten beerdigt sind.
Der weitere - an der Vorstadt - war Blumentalfriedhof, der hatte zwei Teile - zwischen dem katholischen und evangelischen Teil führte eine bis heute erhaltene Kastanienallee.
Der Friedhof am Ziegentor war im Jahre 1783 zwischen Gärten und Weingärten angebracht. Der Friedhof wurde immer durch weitere Parzellen vergrößert und mit hohen Bäumen geschmückt. Im Jahre 1868 wurde eine Begräbniskapelle nach Plänen von Ignatz Feigler jr. aufgebaut. Seine Sakralschöpfung antwortete auf damalige romantischen Ansichte, darum bekam sie einen neogotischen Ausdruck. Diese Kapelle gehört jetzt der baptistischen Kirche. In diesem Friedhof ruhen viele bedeutende Persönlichkeiten der evangelischen Kirche - nicht nur berühmte Pfarrer wie Simko, Trstensky, Stromsky, die Familie Jesenak - Spender der Kirche, der Schriftsteller Janko Jesenský, Kunshistorikerin Dr. Günther- Mayer und viele andere. Viele Grabsteine sind auch merkenswerthe Kunststücke der funeralen Architektur des 19. Jh.

Das Lutherhaus auf Palisady 46 - 48

Der pressburgische Architekt Christian Ludwig baute im Jahre 1931 auf Palisadenstrasse in der Mittarbeit mit Augustin Danielis ein 5 - stockiges Polyfunktionsgebäude - das Lutherhaus - für kirchliche Administration und Wohnungen auf - heute Generalbischofsamt. Ch. Ludwig teilte diese Gebäude durch 2 Treppeneingänge auf 3 Sektionen. Die Fassaden sind von Reliefs - Porträts von bedeutenden Persönlichkeiten der evangelischen Kirche geschmückt. Hier finden wir Luther und Melanchton, dann die Pfarrer M. Bel und Ribiny, S. Heuchelin, J. Wegelin, Stromsky. Mit diesen Porträts von Bildhauer Riegele bekam die strenge funktionalistische Fassade viel Würde. Mit Respekt zu den nebenliegenden Gebäuden hat er dem letzten Stock nach hintengeschoben und so entstand eine lange Terrasse.


Die Neue Kirche auf der Legionarskagasse

In 30. Jahren konnte die Kleine Kirche den wachsenden Zahl der slowakischen Mitglieder der Gemeinde nicht mehr genügen, dazu kam es auch zur Bildung einer selbständigen deutschen Kirche. Ein logisches Resultat führte zum Neubau einer slowakischen Kirche. Ein entsprechender und Umfassreichender Grundstück auf der Legionargasse gab gute Möglichkeiten einen Kirchenareal zu bauen. Die Projekte für die Neue Kirche - nach einem Konkurenzresultat - stammen von Architekten M. M. Harminc, der in seiner Praxis viele Kirchen für beide Konfessionen in der Slowakei schöpfte. Auf einem Grundstück zwischen zwei Strassen entwarf er eine Kirche in funktionalistischem Stil, mit einem, asymmetrisch zugebauten Turm. Dem Monumentalen Front der Kirche dominiert ein großes, nach hinten geschobene Fenster. Vielleicht dachte er auf eine spätere Vitrage - wie in einer ähnlichen Kirche in Žilina.
Der Eingang in die Kirche aus der Bernolákgasse durch einen großen, breiten Raum gab die Möglichkeit den architektonische Konzept des ganzen Areal zu begreifen.
Die heutige Umkehrorientation - der Eingang aus der Legionarstrasse kam danach, als die Mehrheit von kirchlichen Grundstücken verkauft wurde, auf denen verbreitete sich die Bierbrauerei. Damit war schon der Haupteingang unmöglich, und die architektonische Absicht wurde beschädigt.
Die Kirche auf einen Kirchenareal erfüllte Architekt Juraj Tvarozek, der erbaute ein Wohnblock für Pfarrer und ein Studenteninternat.

Die Evangelishe Theologische Fakultät auf Machnáè in Bratislava

Der letzte Bau, welchen erbauten die Evangelischen in Bratislava, ist der Neubau der Ev. Th. Fakultät aus dem Jahre 1996. Dieses Projekt hat eine komplizierte Geschichte. Die erste Absicht war, das das Fakultätsgebäude im evangelischen Zentrum neben der Großen Kirche steht. Für diesen Neubau organisierte die Th. Fakultät ein Konkurs und sie sollte auf einem leeren Grundstück in der Konventnagasse gebaut werden. Dann kaufte aber das Generalbischofsamt einen unbeendeten Bau eines Kinderheimes in einer neuen Siedlung Machnac. Die ersten Pläne der Umwandlung des Kinderheimes auf Fakultät vorbereitete Architekt Zbusko, der leider starb. Die Pläne überarbeitete Architekt Jan Bahna. Er schöpfte ein Areal für Unterricht und mit einem Speisezimmer, Internat und einer walzformigen Aula, die auch die Kirchenfunktion übernahm. Der ganze Areal steht in einer Wohnsiedlung, die ist heute schon dicht aufgebaut.- Auch, wenn Architekt Bahna zu begabten Autoren gehört, diese Aufgabe - ein Kinderheim auf verschiedene Fakultäträume zu umwandeln - kann man überhaupt nicht beneiden.

Die Architektur ist mehr als jede andere Kunstart ein Zeuge der Zeiten, ein Zeuge der gesellschaftlichen und politischen Situation in der ist das Werk entstanden, aber auch der ökonomischen Möglichkeiten der Investoren.
Die Übersicht von architektonischem Werken, mit denen die Evangelischen zum Bild seiner Stadt beigetragen haben, zeugt darüber, dass die Architektur entstand in ungünstigen Bedingungen, dass die Kirchen mit großen Schwierigkeiten und Beschrankungen aufgebaut wurden.
Wie wir uns schon überzeugen könnten, die Evangelischen dürften ihre architektonische Werke nur nach der Erlaubnis - mit großen Pausen bauen: zuerst die 2 Renesanzkirchen, dann, nach dem Reichstag in Sopron, nach dem 1681 J. 2 artikulare Kirchen und endlich vor 230 Jahre 2 Vortoleranzkirchen. Wenn auch immer die Architektur der Kirchen bescheiden und nicht agitierend sein sollte, in der eigener Substanz der Reformation war das Bestreben um eine Klarheit und eine Reinigkeit des Ausdrucks.
Die Architektur, die schon ohne Beschrankungen im 20. Jh. aufgebaut wurde, knüpft auf die Rationalität und Strenge der vorigen Autoren. Das logische Denken der funktionalistischen Architekten setzte dieselbe künstliche Ausdrucksform an.

Übersetzung: Doc. ThDr. Ján Grešo

Prof. Ing. arch. Janka Krivošová, PhD.
Cirkevný zbor Evanjelickej cirkvi augsburgského vyznania v Bratislave, 2005 - 2012

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